Upadhyaya

Ich wurde als Kontrapunktiker geboren. Schon als Jugendlicher in Indien schrieb ich Kontrapunkt und als ich meine Kompositionen nach Graz schickte, wurde ich gefragt, wo ich dies gelernt habe - ich wusste gar nicht welchen Namen meine Art zu komponieren trug. Ich hatte einen wunderbaren Kompositionsprofessor, der mir erzählte, dass am Sterbebett von Anton Bruckner noch Stöße von Kontrapunkt-Übungen gefunden wurden. Dies hat mich inspiriert und ich habe Tag und Nacht nur noch Fugen geschrieben – noch dazu war ich immer schon ein Bruckner-Fan gewesen. Ich habe in meiner Studienzeit sehr viel für Chor und Kammermusik komponiert und sogar den armen Kirchenchor und die Blaskapelle in der Oststeiermark gezwungen, atonale Werke zu singen und zu spielen – dies ist auf wenig Gegenliebe gestoßen! Heute würde ich meine Kompositionen eher als freitonal bezeichnen.

Ich habe für meine Chöre und Orchester sehr viele Bearbeitungen geschrieben von denen speziell die von österreichischen Weihnachtsliedern europaweit gesendet werden.

Meine langjährige Tätigkeit als Orchesterdirigent und Chorleiter hilft mir dabei, Klangfarben und Stimmen zu verstehen und zu orchestrieren. Meine Vorbilder sind die Meister des späten 20. Jahrhunderts wie Poulenc, Britten und Bernstein welche sowohl Dirigenten als auch Komponisten waren. Die Theorie des Komponierens ist wichtig für die Klangzusammenstellung, aber spezielle die Erfahrung des Hörens ist unbedingt notwendig. Meine kulturelle Doppelidentität als Inder und Österreicher spiegeln sich auch in meinen Kompositionen wider.

Komponist